Fernsehlandschaft in Österreich
Aus AonTV Wiki
besserer titel wäre wohl überblick über die fernsehlandschaft
hat jemand alte testbilder??
Österreich ist Digital!
Zumindest fürs Fernsehen ist diese Ausage gültig.
Inhaltsverzeichnis |
Terrestrisches Fernsehen
Die Terrestrische Ausstrahlung wurde mittlerweile fast Flächendeckend auf DVB-T umgestellt.
Leider hat man nicht gleich auf MPEG4 und HD gesetzt wie es zb. in den Nordischen Ländern der fall ist.
Die Übertragung ist zwar nun Digital, aber aufgrund veralteter (Digital) Technik qualitiv nicht unbedingt besser als die analoge Variante.
Analog (PAL)
Vorteile
Wenn der Empfang in Ordnung ist, subjektiv besseres Bild als bei DVB-T oder DVB-C. Problemloser Anschluss von mehreren Fernsehgeräten (auch ältester Bauart) an eine bestehende Antenne. Ein Videorecorder kann ebenfalls problemlos betrieben werden. Jedes angeschlosses Gerät kann ein anderes Programm wiedergeben.
Nachteile
Die korrekte ausrichtung der (Dach)-Antenne ist sehr wichtig. Wenn der Empfang nicht 100% in Ordnung ist kann es zu Geisterbildern (Reflexionen) oder rauschen kommen. Ist das Signal noch schwächer wird Bild unter starken Rauschen Schwarzweiss dargestellt.
Digital (DVB-T)
DVB-T ist wohl der Begriff für Digitales Fernsehen der den meisten Österreichern bekannt ist. Fast alle Grundnetzsender sind mittlerweile auf DVB-T umgestellt.
Vorteile
Die benötigte Sendeleistung ist viel geringer als bei Analoger TV-Ausstrahlung. Durch die komprimierung der Programme ist eine grössere Programmauswahl möglich, ohne zusätzliche Frequenzen zu nutzen .
Nachteile
Für jedes Empfangsgerät ist zwingend eine DVB-T SetTopBox notwendig. Die Bildqualität ist definitiv schlechter als beim analogen Antennenfernsehen. In Österreich wurden DVB-T SetTopBoxen mit immensen Senderspeichern (zb. 3000 Programmspeicher) beworben, obwohl tätsächlich nur ORF1, ORF2 und ATV übertragen wurden. Die Radiotauglichkeit des DVB-T Systems wurde in Österreich "vergessen", es werden nichtmal die ORF-Radios über DVB-T verbreitet.
Klassisches Kabelfernsehen
Unter Klassischen Kabelfernsehen sind hier Kabelfernsehnetze wie UPC und Liwest gemeint, welche eine Koaxleitung zum Teilnehmer haben.
Die meisten Kabelnetze bieten eine gute Auswahl an analog Empfangbaren TV Programmen. Neben den beiden ORF Programmen finden sich die Österreichischen Privatsender (ATV, PulsTV) und viele Regionalsender, welche ausschliesslich über Kabel Empfangbar sind (zb. HT1 im Hausruckviertel)
Nahezu alle Kabelbetreiber bieten auch mehr oder weniger umfangreiche Digitalpakete.
ANALOG (PAL)
Vorteile
Sofern die Programme (noch) analog eingespeist werden, kann man jeden in Österreich Marktüblichen Fernseher ohne SetTopBox/Receiver direkt an den Antennenanschluss anschliessen und bequem mit der Fernbedienung des Fernseher die Sender wechseln. Die Übertragung erfolgt nach dem gleichen System wie beim analogen Antennenfernsehen, es können allerdings auch zusätzliche Kanäle im sogenannten Sonderband oder Hyperband verwendet werden.
Der Anschluss eines Videorecorders ist ohne Aufwand direkt möglich, die Koaxleitung wird anstatt beim Fernseher beim Antenneneingang des Videorecorders angschlossen und von dort mitteles eines weiteren Kabels direkt an den Fernseher. Das Aufnehmen eines anderen Programmes, als das welches beim Fernseher gerade gesehen wird ist problemlos möglich.
Zusätzliche Fernseher und Videorecorder können einfach durch einen Verteiler angeschlossen und erweitert werden. Die Umschaltzeiten sind aufgrund der analogen Übertragung sehr kurz.
Nachteile
Die Analogen Programme benötigen sehr viel der zur Verfügung stehenden Übertragungskapazität. Mehrwertdienste beschränken sich auf Teletext und EPG in der Austastlücke.
Fernsehgeräte welche keinen Kabeltauglichen Tuner haben, können eventuell nicht alle im Netz eingespeisten Sender empfangen.
DIGITAL (DVB-C)
DVB-C ist die Norm für Digitales Kabelfernsehen. Viele Kabelnetze in Österreich verwenden DVB-C lediglich für PayTV (Premiere) und einige wenige unverschlüsselte TV-Programme.
Da DVB-C die gleichen Frequenzen wie analoges Fernsehen nutzt, werden immer mehr analoge Kabelsender zugunsten DVB-C abgeschaltet.
Für DVB-C benötigt man entweder einen Fernseher mit DVB-C Tuner oder eine entsprechende DVB-C SetTopBox welche vom Kabelbetreiber angeboten wird.
Manche Kabelbetreiber setzen komplette DVB-S Satelitentransponder auf DVB-C um, sodass eine entsprechende Programmauswahl möglich ist.
Vorteile
Bestehende Kabel und Verstärker können im allgemeinen Problemlos weiterverwendet werden. Die Verkabelung kann auch weiterhin Busförming ausgeführt sein. Durch die Digitale Übertragung ist eine grössere und vor allem Störungsfreie Programmauswahl möglich. Artefakte oder Klötzchenbildung sind auch bei DVB-C möglich, wenn auch nicht so stark wie aktuell bei DVB-T.
Nachteile
Für TV-Geräte oder Videorecorder ohne DVB-C Empfangsteil ist eine separate SettopBox notwendig. Obwohl sehr ähnlich ist die Übertragung zu DVB-T nicht kombatibel.
IP basierendes Kabelfernsehen
Eine der wichtigsten Information zum Thema IP-TV dürfte sein, dass IP-TV NICHT gleichbedeutend mit Internet-Fernsehen ist.
Vielfach wird angenommen, IP-TV sei nur eine Möglichkeit, Fernsehprogramme über das Internet am Computerbildschirm zu schauen. Tatsächlich gibt es solche Angebote und sie werden gelegentlich sogar als IP-TV bezeichnet. Dabei besucht der Nutzer eine Internetseite, klickt auf ein darauf befindliches Videoangebot und sieht dann einen Videostream. Das aber ist streng genommen Internet-TV.
Das heute üblicherweise mit dem Begriff IP-TV bezeichnete Angebot kommt in der Regel von großen Telefongesellschaften und ähnelt dem, was auch "klassische" Kabelnetzbetreiber für ihre Digital-Kunden bereit halten. IP-TV wird ganz normal am Fernsehbildschirm geschaut und man benötigt - wie bei anderen Formen des digitalen Fernsehempfangs - eine SetTopBox.
Die IP-TV-Box wird jedoch an den Telefonanschluss gehängt. Voraussetzung dafür ist, dass der Haushalt an das Breitbandnetz des Telefonanbieters angeschlossen ist oder angeschlossen werden kann. Über diese Breitbandnetze bieten die Telefongesellschaften auch ihre besonders schnellen Internetzugänge an. Da also schnelles Internet und IP-TV über dieselben Leitungen transportiert werden, entsteht oft das Missverständnis, IP-TV sei Internet-TV.
AON TV
Unter dem früheren Namen AonDigitalTV hat die Telekom Austria begonnen das Österreichische Telefonnetz als grösstes Kabelfernsehnetz zu vermarkten.
Lediglich ein Telefonanschluss und eine entsprechene AonTV SetTopBox wird benötigt um über die Telefonleitung Fernsehen zu können. Mit einer ständig wachsenden Programmauswahl, wo auch Menschen mit Migrationshintergrund berücksichtigt werden und agressiven Kampfpreisen mischt die Telekom Austria nun im Markt der Kabelnetzbetreiber mit.
Grosser Unmut bei vielen lokalen (kleinen) Kabelnetzbetreibern durch die Preispolitik der Telekom Austria, die einführung des ersten Kombipaketes im November 2007 führte zu einem totalen Preisverfall im Bereich der Privaten Internetzugänge.
So mancher kleine "WLAN-Internet-Provider" musste sich der macht des Marktes geschlagen geben, jetzt sind wohl die kleinen Kabel-TV anbieter dran.
In den letzten Jahren wurde die Kabel-TV anbieter nicht nur zum Breitbandigen Internet Lieferanten, sondern auch zur alternative zum Festnetztelefon.
Genau diese Kunden will die Telekom nun wieder "heimholen".
Vorteile
Man benötigt weder eine Antenne am Dach noch ein Fernsehkabel eines Kabel-TV betreibers. Durch WLAN Problemlos im ganzen Haus auch ohne Netzwerk oder Telefonleitung verwendbar.
Nachteile
Bestehende Antennenkabel können nicht mehr verwendet werden. Wenn die Telefonleitung gestört ist, ist auch kein Fernsehen möglich. Jede Fernseher benötigt eine SetTopBox. Im (zentralen) Störungsfall bei der Telekom Austria kann der Lokale Techniker oder Händler Vor-Ort oft keine Lösung anbieten. Derzeit können nur 2 SetTopBoxen gleichzeitig verwendet werden. (man kann also nur 2 Programme gleichzeitig sehen). Sind mehr als 2 Empfangsgeräte gleichzeitig zu Betreiben ist ein zusätzlicher Telefonanschluss notwendig.
Satellitenfernsehen
(Teile dieser Texte mit Freundlicher Genehmigung der [RTR)
