Geschichte der Datenübertragung in Österreich

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Inhaltsverzeichnis

Telexdienst (1936)

Die Post- und Telegrafenverwaltung (PTV) führte schon 1936 den Telexdienst in Österreich ein.

Bis in die späten 80er Jahre war der Fernschreibdienst besonders für die schriftliche Kommunikation in der Wirtschaft unverzichtbar. Telex erlange mit knapp 26.000 Anschlüssen 1987 die höchste Teilnehmeranzahl. 215 Länder konnten insgesamt per Telex erreicht werden.

Integriertes Fernschreib- und Datennetz (1978)

Im Jahr 1978 ging die erste rechnergesteuerte Zentrale des „integrierten Fernschreib- und Datennetzes“ in Betrieb.

Mit diesem Netz wurde einerseits eine erhöhte Datensicherheit erreicht sowie Dienste mit höheren Datengeschwindigkeiten ermöglicht.

Neue Datendienste ab 1980

Der Trend zur dezentralen Datenverarbeitung machte leistungsfähigere Systeme beim Transport von Daten notwendig.

Neue Datendienste wurden angeboten:

  • 1981: der leitungsvermittelte Dienst Datex-L,
  • 1981: der Bildschirmtext (BTx)
  • 1982: der Teletex-Dienst
  • 1983: der paketvermittelte Dienst Datex-P,
  • 1987: DS 64 (Digitale Stromwege für 64 kbits/s)
  • 1988: DS 2000
  • 1991: DS 128



ATM (1993)

Im Juli 1993 unterzeichnete die Post- und Telegrafenverwaltung (PTV) gemeinsam mit 17 anderen europäischen Netzbetreibern das Memorandum of Understanding für die konzentrierte Einführung von ATM (Asynchrone Transfer Modus).

Der Breitbanddienst ATM machte es erstmals möglich, riesige Datenmengen verschiedenster Art über eine einzige Verbindung zu übermitteln. Audio-, Video- und Datenübertragung konnten durch ATM in einer noch nie da gewesenen Geschwindigkeit, Quantität und Qualität übermittelt werden.

Österreichs Bürger gehen Online (1995)

Die Post- und Telegraphenverwaltung (PTV) bot zusammen mit ihren Partnern (Radio Austria und Spardat) verschiedene Internet-Pakete für Geschäfts- und Privatkunden an.

Der offensive Einstieg in den Online-Markt erfolgt im November 1995 mit der Zugangsplattform "Highway 194", die Datenübertragungsraten bis 34 Mbit/s und die Zuschaltung unterschiedlichster Online- und Informationsdienste ermöglicht.

Im Mai 1996 wird der neue Online-Dienst der Post und Telekom Austria (PTA) - A-online - mit vielen neuen Leistungsmerkmalen auf den Markt gebracht.


Mit Hochgeschwindigkeit in Richtung Breitband (1996)

Die Post und Telekom Austria (PTA) erkannte sehr früh die Chance, die Breitband-Internet bietet, und nahm ihre Verantwortung als flächendeckender Infrastrukturanbieter wahr: Schon 1996 startete die grundlagennahe Forschung zum Thema ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line).

Mit ADSL wurden Modems entwickelt, die bei der Datenübertragung hohe Geschwindigkeiten zulassen und aus der schmalspurigen Kupferleitung eine mehrspurige, schnelle Datenautobahn machen. Internetverbindungen über diese Datenautobahnen ermöglichen, dass multimediale Inhalte in hoher Qualität vom User konsumiert werden können.

Die völlig neue Technologie ermöglicht Übertragungen im hochbitratigen Bereich und öffnet den Weg zu absolut neuen Dimensionen auf den Informations- und Telekommunikationshighways. Eine Vielzahl neuer Anwendungsmöglichkeiten bot sich: Video-on demand, Tele-Learning und Videokonferenzen in Echtzeit, multimediale Produktpräsentationen und vieles mehr.

ADSL Start in Österreich (1998)

Für rund 50 private Pilotkunden begann 1998 mit ADSL das Zeitalter der Breitbanddienste.

Leistungsstarke Backbones

Das Breitbandnetzwerk ist das „Rückgrat (Backbone)“ der österreichischen Telekominfrastruktur für hochqualitative Breitbanddienste.

Mit 34 mBit/s Bandbreite benutzte Telekom Austria unter vergleichbaren Providern einen der stärksten Backbones in die USA. Die Leistungsstärke des Backbones innerhalb Europas ist im Juli von 2 auf 6 mBit/s gesteigert worden. Im direkten Vergleich mit den marktführenden Internetprovidern bot Telekom Austria ihren Kunden somit einen der leistungsstärksten Zugänge zu Internetseiten im Ausland an.

A-Online Speed

Mit den Breitbandzugängen A-Online Speed bzw. A-Online Speed plus nahm Telekom Austria 1999 eine Vorreiterrolle in Europa ein. Diese Internet-Pakete basieren auf der ADSL-Technologie und boten eine Übertragungsrate von bis zu 512 kBit/s Download – das ist um das Zehnfache schneller als analoge Modems und um das Vierfache schneller als 128 kBit/s-ISDNZugänge. Damit gehörten die Privat- und Geschäftskunden von Telekom Austria zu den ersten in Europa, die von dieser Technologie profitierten.

1999 hatten bereits 107.400 Kunden einen Internet-Anschluss.

JetStream: Das Netz der Zukunft (2000)

Ein wichtiges Projekt 2000 war der JetStream. In nur vier Monaten errichtete Telekom Austria für dieses Netz der Zukunft einen komplett neuen nationalen Backbone auf Basis DWDM (Dense Wavelength DivisionMultiplexing).

Dieser verfügt über eine Übertragungskapazität von 320 Gbit/s. Die im DWDM-Ring verfügbare Kapazität von 32,5 Gbit/s entspricht 430.000 gleichzeitigen Telefongesprächen.

Aon.tv (2003)

AonSpeed-Kunden können seit Juni 2003 eine neue Form des Fernsehens erleben: TV via Internet. Das Portal www.Aon.tv bietet Fernsehprogramme in Echtzeit u.a. von Eurosport und MTV.

Wegbereiter für Aon.tv war ein internationales Forschungsprojekt: PROXiTV. Telekom Austria arbeitete zwei Jahre lang (2000–2002) intensiv mit internationalen Partnern wie webfreetv.com, Eurosport oder EADS Sycomore, um innovative Technologien, Applikationen und attraktiven Content zu kombinieren.

2003 zählt Telekom Austria mit mehr als 200.000 Breitbandkunden mit ADSL-Technologie zum internationalen Spitzenfeld.

aon Speed neu (2004)

Telekom Austria brachte mit Oktober 2004 neue aonSpeed Produkte auf den Markt: Erstmals werden drei unterschiedliche Bandbreiten angeboten, die jedem User den passenden Breitband-Anschluss ermöglichen.

Das umgestaltete XDSL Office-Portfolio mit vier Ausprägungen wurde den Ansprüchen der Geschäftskunden bestens gerecht. Sicheres Surfen mit den Zusatzpaketen aonVirenchecker, aonSpamfilter und aonDialerControl. Telekom Austria gestaltete damit sein komplettes Produktportfolio im Bereich Breitband-Internet neu. 320.000 Kunden verwendeten 2004 einen ADSL-Anschluss von Telekom Austria.

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