Mobilfunk
Aus AonTV Wiki
Inhaltsverzeichnis |
Netzbetreiber
A1 (Mobilkom Austria)
Die Mobilkom Austria AG (eigene Schreibung mobilkom austria AG) ist eine österreichische Mobilfunkgesellschaft. Sie wurde 1996 gegründet und ging aus dem Funktechnischen Dienst (FTD) der PTV (später PTA und jetzt Telekom Austria AG) hervor. Das Unternehmen ist (mit Unterbrechung 1997 bis 2002 wegen italienischer Beteiligung) eine 100%-Tochter der Telekom Austria und stellt deren Mobilfunksparte dar. mobilkom austria ist der größte österreichische Mobilfunkbetreiber und verkauft GSM-, EDGE-, UMTS- HSDPA- und WLAN-Dienste unter den Marken A1, B-Free und bob. Seit Ende 2006 bietet die Mobilkom mit "A1 over IP" Voice over IP über das SIP-Protokoll am Computer an.
- Vorwahl 0664
T-Mobile Austria (ehemals max.mobil)
max.mobil. war der frühere Markenname des nun unter T-Mobile Austria bekannten Handynetzes.
Nachdem das Ö-Call-Konsortium am 25. Jänner 1996 die erste private Mobilfunklizenz für Österreich erworben hatte, ging im Oktober 1996 das Mobilfunktnetz mit dem Slogan „max.mobil. - ein Netz hebt ab“ online. Bis dahin hielt das Tochterunternehmen der staatlichen Post und Telekom Austria (heute Telekom Austria) - die Mobilkom - das Mobilfunkmonopol im GSM-Bereich.
Die Gesellschafter des Ö-Call-Konsortiums waren die deutschen Unternehmen DeTeMobil und Siemens, die Banken BAWAG, Bayerische Landesbank, RZB sowie die Versicherungen Generali und Interunfall. Ebenfalls beteiligt waren die Kronen Zeitung und der Telefondienstleister UTA (nunmehr Tele2).
Aufsehen erregt hat vor allem die aggressive Preispolitik, so war max. der erste GSM Anbieter in Österreich, der einen für damalige Verhältnisse sehr günstigen Tarif von „1 Schilling von max. zu max.“ anbot.
- Vorwahl 0676
ONE
One (ONE GmbH, vormals Connect Austria) ist die drittgrößte Mobilfunkgesellschaft Österreichs in deren Netz mehr als 2 Mio. Kunden telefonieren (Stand: Dez 2006). 180.000 davon waren Kunden des MVNO Tele2. ONE startete am 26. Oktober 1998 als erste Mobilfunkgesellschaft in GSM 1800, erwarb aber 2004 zusätzliche Frequenzen im 900 MHz Band
- Vorwahl 0699
DREI
Seit 5. Mai 2003 bietet Hutchison 3G Austria unter der Marke Drei in Österreich seine Mobilfunkdienste an, und betreibt ein reines UMTS und HSDPA-Netz. Neben der bereits bis dato bekannten Sprachtelefonie, konzentriert sich 3 wesentlich auf neue Mobilfunkdienste. Außer schnellem Internetzugang mit UMTS/HSDPA bietet 3 seinen Kunden hochauflösendes TV, Skype und msn am Handy an. Weitere Dienste sind Musik-Download und -Streaming am Handy (Audios und Videos), Navigationslösungen und Berichterstattung aus den Bereichen Nachrichten, Wetter, Sport und Lifestyle. Drei gewann den telcon award für eBay (2006) und die X-Series Gold (2007).
- Vorwahl 0660
Technische Geschichte
A-Netz
Das A-Netz war handvermittelt. Frequenz wissen wir nicht (analog, FM). Der Betriebszeitraum ist uns ebenfalls nicht bekannt.
B-Netz
Das B-Netz war selbstwähltauglich aber nicht zellular, der Anrufer musste ungefähr wissen wo das Auto mit dem Telefon unterwegs war. Österreichische B-Netz Telefone konnten auch in Deutschland verwendet werden und umgekehrt (ob es damals allerdings schon den Begriff "Roaming" gab?). Die Frequenz lag bei 150-160 MHz (analog, FM). Der Betrieb wurde im Mai 1974 aufgenommen und im Juni 1995 eingestellt.
C-Netz
Das österreichische C-Netz war ein Zellularnetz auf Basis des Standards NMT450 (Nordic Mobile Telephone System 450 MHz) mit mittelgroßen Zellen, Frequenz 460-470 MHz (analog, FM) und war - wie der Name schon sagt - eine skandinavische Entwicklung. Der Gerufene konnte sich nun überall im Versorgungsgebiet aufhalten und war einheitlich unter 0663 erreichbar. Der Betrieb wurde im November 1984 aufgenommen und im Dezember 1997 eingestellt. Die Einstellung hatte zur Folge, dass in den Zügen der ÖBB keine Zugtelefone mehr verfügbar waren. Das waren nämlich C-Netz Telefone, die mit herkömmlichen Telefonwertkarten gefüttert werden konnten. Die Einstellung des Netzes war zwar einige Zeit angekündigt, anscheinend wusste bei den ÖBB aber niemand, dass die Zugtelefone C-Netz Geräte waren. :) Zum deutschen C-Netz, das mit dem österreichischen technisch nichts zu tun hatte, etwas weiter unten.
D-Netz
Das D-Netz ist ein Kleinzellennetz, Frequenz 900 MHz (analog, FM). Der Testbetrieb wurde im Juli 1990 begonnen und der kommerzielle Betrieb im November 1990 aufgenommen.
GSM
GSM 900
GSM 900 ist der Frequenzbereich von GSM Netzen, also modernen digitalen Mobilfunknetzen, in dem heute die Mobilkom und max.mobil arbeiten. Der Vorgänger der heutigen Mobilkom, die PTA, war dabei natürlich der erste Anbieter dieser Technik in diesem Frequenzbereich. Näheres zu den heute in Österreich existierenden GSM-Netzen unter Punkt 02.02.
GSM 1800
GSM 1800 ist der Frequenzbereich in dem der dritte Betreiber Connect Austria (One http://www.one.at/ ) und auch der vierte Betreiber tele.ring (http://www.telering.at) arbeiten. In diesem Frequenzbereich bekamen bei Nachweis des Bedarfs nach und nach auch die Mobilkom (Wien am 10.08.1998; Wien-Umgebung, Salzburg, Rheintal, Graz am 25.08.1999; Brunn am Gebirge, Maria Enzersdorf, Wiener Neudorf, Guntramsdorf, Baden, Wiener Neustadt, Linz, Leonding, Pasching und Traun am 09.05.2000) und max. (Wien, Rheintal am 25.08.1999) Frequenzen zugewiesen. Seit 25.09.2000 dürfen max. und die Mobilkom die zugewiesenen Frequenzen aus diesem Bereich bundesweit nutzen.
UMTS
Pagernetze
- ÖPR-I (Österr. Personenrufsystem 1 - Tonrufpager auch Piepserl genannt),
- ÖPR-II (Österr. Personenrufsystem 2, späterer Name "CallMe" - numerische und alphanumerische Pager),
Deutschland
Zum Vergleich Deutschland:
A-Netz, handvermittelt, 2m-Band, nur Autotelephone, 50er-Jahre bis in die 70er
B-Netz (nach Kanalerweiterung B2), Selbstwahl, 2m-Band (148-154 MHz), nur Autotelephone, kein Handover, man musste, um einen Teilnehmer anzurufen, dessen Aufenthaltsbereich kennen; ab 1973 bis 90er
C-Netz (deutscher Alleingang, weder mit NMT 450 noch mit GSM kompatibel), Sprache analog (verschleiert) mit digitaler Signalisierung während (!) des Geprächs kontinuierlich, 70cm-Band (450-470 MHz), erstmalig mit SIM-Karte (nicht zu GSM kompatibel, war aber bis vor kurzem als Telephonkarte gültig an öffentl. Fernsprechern!), automatische Auffindung des Teilnehmers im Netz, einheitliche Vorwahl-Nr.0161, erstmalig auch "Handys", allgemein als weltweit bester/modernster Analog-Mobiltelephon-Standard bezeichnet und anerkannt, da keine Austastlücken in der Sprache für Signalisierung notwendig sind und auch Handover ohne Unterbrechung ablaufen. Gleichartige Netze mit teilweise anderen Frequenzen nur in Portugal und Südafrika, kein Roaming möglich, leider keine Softwareweiterentwicklungen mehr erfolgt (zB keine Rufnummernanzeige, allerdings geht Rufumleitung), bei der Entwicklung war Siemens federführend. Betrieb bis Ende 2000.
D-Netze: Sind in Deutschland die GSM-Netze im 900 MHz Bereich
E-Netze: Sind in Deutschland die GSM-Netze im 1800 MHz Bereich
